OKRs vs. SMART-Ziele: Unterschiede und Best Practices erklärt

Da Teams heute so schlank, agil und effizient wie möglich arbeiten wollen, sind Zielsetzungs-Frameworks wie OKR und SMART-Ziele wichtiger denn je. Schließlich helfen diese Frameworks dabei, Prioritäten zu setzen.
Neben der Priorisierung gilt: Ziele sind für langfristiges Engagement und Mitarbeiterbindung unverzichtbar. Laut dem Sonderbericht zum Microsoft Work Trend Index sind Mitarbeitende, die ihre Ziele am Arbeitsplatz kennen, fast viermal häufiger noch nach mehr als zwei Jahren im Unternehmen. Außerdem geben sie viereinhalb Mal häufiger an, bei der Arbeit glücklich zu sein.
Aber zu wissen, wann ihr Objectives and Key Results (OKR) statt SMART-Ziele einsetzen solltet, kann den Unterschied machen: Ziele treffen oder den Fokus im Tagesgeschäft verlieren.
Wenn Teammitglieder ihre Ziele nicht erreichen, braucht es keine Schuldzuweisungen. Oft fehlten schlicht die Ressourcen, um die Zukunft effektiv zu planen. OKR und SMART-Richtlinien sind Frameworks, die jede Person nutzen kann, um den eigenen Erfolg und den des Unternehmens zu steigern. Deshalb beleuchtet dieser Artikel die wichtigsten Unterschiede zwischen OKR und SMART-Zielen und zeigt Anwendungsfälle sowie Tipps für beide Methoden.
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Was sind OKRs?
OKRs, oder Objectives and Key Results, sind eine Management- und Zielsetzungsmethode, mit der Unternehmen ehrgeizige Ziele in überschaubare, messbare Aufgaben aufteilen können.
Das OKR-Framework zielt darauf ab, das Mitarbeiterengagement zu steigern, Produktivität und Fokus zu fördern, Transparenz zu schaffen und Teammitglieder sowie Führungskräfte hinter der strategischen Vision eines Unternehmens zu vereinen.
Bei der Einführung von OKRs sollten eure Ziele zum übergeordneten Unternehmenszweck passen und ehrgeizig sein. „Ziele auf Team- oder Organisationsebene werden in der Regel zuerst festgelegt“, erklärte Leadership-Experte Benjamin Laker auf MIT Sloan Management Review. „Diese übergeordneten Ziele leiten dann die Formulierung individueller Objectives und Key Results und stellen sicher, dass sie mit den Unternehmenszielen übereinstimmen. Diese Ausrichtung verbindet individuelle Beiträge mit dem kollektiven Erfolg und fördert einen transparenten, kollaborativen und strategischen Ansatz bei der Zielsetzung.“
Eure Key Results hingegen müssen spezifisch, messbar, zeitgebunden und quantitativ sein. Sie sind genau die Schritte, die ihr gehen müsst, um eure Ziele zu erreichen. Laut Laker „dienen Key Results als greifbare Meilensteine zur Fortschrittskontrolle. Ein passendes Key Result auf Teamebene könnte lauten: ‘das User-Engagement im nächsten Quartal um 30% steigern’. Dieser Ansatz beschreibt einen klaren Weg für die gemeinsamen Bemühungen des Teams.“
OKR-Beispiel
Objective | Unsere Kund:innen sind mit dem Produkt engagiert und neigen nicht zur Abwanderung
Key Result 1: Entwickelt und implementiert ein Kundenbindungsprogramm mit personalisierten Angeboten und Prämien, um Wiederkäufe anzuregen. Kundenadoptionsrate: mindestens 50%.
Key Result 2: Führt regelmäßige Check-ins mit Kund:innen durch, um Probleme zu identifizieren und proaktiven Support zu bieten. Mindestens 90% der Kund:innen werden einmal pro Quartal kontaktiert.
Key Result 3: Entwickelt und startet gezielte E-Mail-Marketing-Kampagnen, um Kund:innen wieder anzusprechen, die in den letzten sechs Monaten nichts gekauft haben. Ziel: 20% Öffnungsrate und 5% Conversion-Rate.
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Was sind SMART-Ziele?
SMART-Ziele ermutigen euch, Ziele zu setzen, die:
- Spezifisch
- Messbar
- Erreichbar
- Relevant
- Zeitgebunden
Jedes Element dieses Ansatzes gibt euch Orientierung beim Erstellen einer Roadmap für ein bestimmtes Ziel. SMART-Ziele erreichen das, indem sie euch dazu bringen:
- Präzise Aussagen darüber zu machen, was ihr erreichen wollt
Statt zu sagen, dass ihr die Kundenzufriedenheit verbessern wollt, konzentriert euch darauf, wie ihr dieses Ziel erreichen könnt, zum Beispiel durch die Erweiterung eures Kundensupport-Teams mit neuen Talenten.
Wie COO Jennifer Lotito in einem Beitrag für Forbes formuliert: „Spezifische Ziele zu schreiben erfordert, so konkret wie möglich zu sein. ‘Ich möchte, dass 2024 das beste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte wird’ ist ein Paradebeispiel für ein schlechtes Ziel. ‘In diesem Jahr wird unser Vertriebsteam den B2C-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent steigern’ ist deutlich besser. Es zeigt, wer die Beteiligten sind, was auf dem Spiel steht, was erreicht werden muss und bis wann.“
- Messbare, nachverfolgbare Kriterien zu implementieren, anhand derer ihr euren Fortschritt einschätzen könnt
Laut Lotito „lassen sich nicht alle Ziele leicht messen. Deshalb sollten eure Ziele auch Marker oder Meilensteine enthalten, um den Fortschritt zu beurteilen. Wenn euer Ziel beispielsweise die Einführung einer neuen CRM-Plattform in 2024 ist, könnten messbare Schritte sein: eine Angebotsanfrage ausstellen, verschiedene Plattformen testen, einen Anbieter auswählen, Mitarbeiterschulungen durchführen und alle vorhandenen Daten in das neue System migrieren.“
- Ziele zu setzen, die realistisch und machbar sind und euch trotzdem herausfordern
Ehrgeizige Ziele zu setzen, die noch erreichbar sind, ist eine Kunst. Lotito empfiehlt, dass Unternehmen sicherstellen, dass Ziele die verfügbaren Ressourcen widerspiegeln. „Wenn ihr kein unbegrenztes Budget oder keine unbegrenzte Personalkapazität habt, wählt keine Ziele, die unbegrenzt Geld oder Personalzeit erfordern.“
Beispiel für ein SMART-Ziel
Unser Kundenbetreuungsteam möchte die Zufriedenheitsraten verbessern. Deshalb wollen wir die Wartezeiten bei Support-Tickets von einer Stunde auf 30 Minuten reduzieren.
Dafür müssen wir bis Ende Q2 drei neue Kundenbetreuer:innen einstellen. Das Erreichen dieses Einstellungsziels erfordert mehr Recruiting-Aufwand, ist aber machbar.
Gibt es so etwas wie SMART OKRs?
Ja und nein. Teile von OKRs, wie Key Results, können SMART sein (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden). Ihr könnt das SMART-Framework auch beim Brainstorming nutzen, um sicherzustellen, dass eure Ziele so wirkungsvoll wie möglich sind.
OKRs und SMART-Richtlinien sind zwei verschiedene Methoden der Zielsetzung. Sie sind nicht austauschbar, aber ihr könnt beide einsetzen, wenn ihr kurz- und langfristig Strategien entwickelt. Um ein OKR SMART zu machen, stellt sicher, dass eure Objectives eine feste Deadline haben, erreichbar sind und zur übergeordneten Mission eures Unternehmens passen.
Ein „SMART OKR“ könnte euch außerdem dazu bringen, Ziele zu setzen, die:
- Individuelle Ziele, Teamziele und Unternehmensziele aufeinander abstimmen
- Spezifisch sind und klar definierte Bereiche und Richtungen haben
- Mit nachverfolgbaren Metriken gemessen werden können
Eure Key Results müssen also einige Aspekte des SMART-Frameworks erfüllen, um wirksam zu sein. Eure Objectives solltet ihr dagegen nicht durch SMART-Kriterien einschränken, denn diese müssen ehrgeiziger sein.
Hauptunterschiede zwischen OKR und SMART-Zielen

OKRs ermutigen dazu, hoch zu zielen, wenn es um Teamziele und Vorgaben geht. Diese ehrgeizige Methode strebt keine 100%-Abschlussquote an. Der optimale Bereich liegt bei 60-80%.
SMART-Richtlinien helfen euch dagegen, spezifische Ziele zu setzen, die deutlich realistischer sind.
Weitere Unterschiede zwischen SMART-Zielen und OKRs:
- OKRs helfen euch zu verstehen warum, während die SMART-Richtlinien euch sagen wie.
- OKRs eignen sich am besten für langfristige Ziele, SMART-Richtlinien eher für kurzfristige, kleinere Projekte. OKRs sind darauf ausgelegt, euch bei übergeordneten Stretch-Zielen zu helfen, während die SMART-Methodik erreichbare Ziele innerhalb kürzerer Zeitrahmen vorsieht.
- OKRs sind flexibel und agil. Sie können monatlich oder vierteljährlich evaluiert und angepasst werden. SMART-Ziele sind aufgrund ihres kurzfristigen Charakters fixer.
- OKRs sind effektiv für multi-metrische Ziele, da ihr Key Results nutzen könnt, um euch auf mehrere Initiativen zu konzentrieren. SMART-Kriterien eignen sich dagegen eher für Ziele mit einer einzelnen Metrik.
Wann ihr OKRs und wann ihr SMART-Ziele einsetzen solltet

Beide Ansätze zum Zielmanagement haben je nach eurer Zielsetzungsstrategie klare Vorteile. OKRs eignen sich besser für groß angelegte Ziele, die leicht außerhalb eurer Reichweite liegen, während SMART-Richtlinien am besten für individuelle, kurzfristige oder einmalige Ziele funktionieren.
Nehmen wir an, euer Unternehmen strebt eine Gewinnmarge von 20% an. Das wird wahrscheinlich einige Quartale und mehrere Meilensteine dauern. In diesem Fall setzt ihr am besten auf OKRs, um euer komplexes Ziel in kleinere, überschaubarere Schritte aufzuteilen.
Wenn euer Ziel hingegen darin besteht, im kommenden Monat einen teamweiten Workflow zur Feedback-Erfassung einzuführen, wäre es effektiver, SMART-Richtlinien zu nutzen und eine Liste konkreter Schritte zu erstellen.
Das OKR-Framework eignet sich auch besonders gut für Ziele, die sich in der Zukunft weiterentwickeln könnten, da es mehr Flexibilität bietet. Da OKRs mit strategischen Zielen verknüpft sind, solltet ihr sie monatlich oder vierteljährlich überprüfen und an veränderte Umstände anpassen.
Angenommen, euer Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres in den europäischen Markt einzutreten. Beim OKR-Check-in-Meeting in Q2 stellt euer Team jedoch fest, dass das Budget nicht mehr ausreicht, um dieses Ziel im geplanten Zeitrahmen zu erreichen. Dann müsst ihr den Fokus verlagern und neu kalibrieren.
Das unterscheidet sich von SMART-Zielen: Diese sollten von Anfang an erreichbar sein und bieten nur begrenzte Möglichkeiten für nachträgliche Anpassungen.
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Tipps für produktive OKRs und SMART-Ziele

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OKRs und SMART-Ziele einzuführen kann einschüchernd wirken, vor allem wenn ihr wenig Erfahrung mit diesen Zielmanagement-Praktiken habt. Deshalb haben wir eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt, die euch den Einstieg erleichtern soll.
Die besten OKR-Tipps
- Nutzt AI, um euch beim Setzen von OKRs zu unterstützen — Plattformen wie Leapsome machen es schneller, anpassbare Ziele mit generativer AI zu erstellen. Anschließend könnt ihr asynchron mit Stakeholdern zusammenarbeiten, um Ziele auf Basis der Unternehmensziele auszuarbeiten.
- Nicht einstellen und vergessen — Etabliert einen Prozess, um eure OKRs regelmäßig zu überprüfen, sonst verlieren sie an Wirkung.
- Speichert und dokumentiert eure OKRs — Nutzt ein Daten-Dashboard, um den Zielfortschritt zu verfolgen, Transparenz und Verantwortlichkeit zu erhöhen und eure Ziele präsent zu halten.
💡 Leapsomes benutzerfreundliche Analytics geben euch bessere Einblicke, wie effektiv ihr auf eure Ziele hinarbeitet.
- Haltet es einfach — Setzt euch nicht zu viele Objectives oder Key Results, damit euer Team fokussiert bleibt.
- Ermutigt Teammitglieder, gemeinsam an ihren OKRs zu arbeiten — Ladet Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen ein, sich darüber abzustimmen, wie sie Meilensteine erreichen und die Unternehmensmission vorantreiben können.
- Feiert Erfolge unabhängig von ihrer Größe. Lobt eure Teammitglieder informell in einer Messaging-App wie Slack oder erkennt sie formell mit Belohnungen und Anerkennung an. Das ist eine großartige Möglichkeit, alle motiviert und engagiert zu halten, besonders bei längerfristigen Zielen.
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Die besten Tipps für SMART-Ziele
- Versteht warum ihr eure Ziele setzt — Das hält euch davon ab, SMART-Ziele als bloße Punkte auf einer Liste zu sehen. Das Warum fördert Motivation und hilft euch, zielgerichtet voranzukommen.
- Behaltet eure übergeordneten Ziele im Blick — Stellt sicher, dass eure SMART-Ziele mit eurer Unternehmensvision übereinstimmen und in sie einfliesßen.
- Haltet die Kommunikationswege offen, um Feedback zu unterstützen — Ermöglicht Mitarbeitenden und Führungskräften, regelmäßig Feedback auszutauschen. Das stellt sicher, dass eure SMART-Ziele praktikabel sind und die Zeit aller sinnvoll genutzt wird.
- Habt eine Accountability-Person — Das kann eine Führungskraft, eine Kollegin oder ein Kollege oder euer gesamtes Team sein. Jemanden zu haben, der euren Fortschritt verfolgt, hilft euch, engagiert zu bleiben.
So hilft euch Leapsome, eure Ziele mühelos zu erreichen

Das OKR-Framework hilft euch, ehrgeizige Ziele in überschaubare Teilschritte zu zerlegen und die nötigen Maßnahmen zur Zielerreichung klar zu benennen. In Kombination mit SMART-Zielsetzungs-Richtlinien kann diese Methode Transparenz, Abstimmung und Engagement auf allen Unternehmensebenen fördern.
Ziel- und OKR-Management ist ein langfristiges Vorhaben, das Zusammenarbeit, Übung und Iteration erfordert. Deshalb gibt euch Leapsomes All-in-One-HR-Plattform die Tools für einen Zielsetzungsprozess, der sich nahtlos in eure täglichen Workflows integriert. Unser Goals-Modul bietet euch:
- Leistungsstarke, anpassbare OKR-Vorlagen
- Automatisierte Berechnungen und Bewertungsfunktionen
- Übersichtliche Analytics-Dashboards für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit
- OKR-Check-in-Erinnerungen zum Aufbau einer Feedbackkultur
Zudem könnt ihr eure OKRs mit 1:1s und Team-Meetings, Performance Reviews und Belohnungen und Anerkennung verknüpfen, um eurem Team die Tools zu geben, die es für den Erfolg braucht.
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