Was ist Zusatzvergütung? Definition, Bedeutung & was es nicht ist

2022 war das Jahr der Mitarbeitenden — doch 2023 und 2024 kam es zu einer scharfen Wende. Rezessionsangst, Budgetkürzungen und weitreichende Entlassungen bremsten die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer:innen.
Während Unternehmen mit diesem Szenario umgehen, haben sie es gleichzeitig mit einem gravierenden Talentmangel zu tun und suchen nach Wegen, bestehende Teammitglieder zu halten. Das Gehalt ist natürlich immer noch ein wesentlicher Bestandteil des Pakets.
Wenn euer Unternehmen Boni, Abfindungspakete oder Beteiligungen anbietet, arbeitet ihr mit zusätzlichen Vergütungen — und solltet das Beste daraus machen. Ihr wollt dabei auch steuerliche Fallstricke vermeiden, denn Zusatzvergütungen fallen unter andere Steuerklassen.
In diesem Kurzleitfaden erklären wir, was als Zusatzlohn gilt, warum er für Unternehmen jeder Größe wichtig ist, und was als Zusatzvergütung gilt — und was nicht.
Was bedeutet Zusatzeinkommen?
Zusatzvergütung ist eine monetäre Vergütung, die ein Arbeitgeber zusätzlich zum Grundgehalt zahlt. Der Begriff umfasst Überstundenvergütung, Anreizvergütung, Boni, aufgelaufene Krankheitstage oder alles außerhalb des regulären Einkommens. Krankenversicherung und andere Benefits gelten nicht als Zusatzlohn, sondern als nicht-monetare Vergabeform.
Wichtig: Zusatzlöhne sind steuerpflichtiges Einkommen. Unternehmen sind verantwortlich dafür, zusätzliche Vergutungen zu erfassen und die korrekten Bundeseinkommenssteuern einzubehalten. In den USA unterliegen Zusatzlöhne dem Federal Insurance Contributions Act (FICA), was Sozialversicherungs-, Medicare- und Bundesarbeitslosensteuern einschließt.
Zusatzlöhne vs. reguläre Löhne
Je nach Beschäftigungsland können Zusatzverdünste anders besteuert werden als reguläres Einkommen. Die Regeln für den Steuerabzug hängen davon ab, wie viel Zusatzlohn jemand pro Jahr erhält und ob er mit dem regulären Lohn kombiniert oder getrennt ausgezahlt wird.
Beispiel USA: Zahlt ihr einen Bonus in einem separaten Scheck aus, verlangt der IRS einen pauschalen Bundeseinkommensteuerabzug von 22 % für Zusatzlöhne bis 1 Million US-Dollar.
Zahlt ihr den Bonus jedoch in einem gemeinsamen Scheck zusammen mit dem regulären Lohn, ohne ihn als Bonus zu kennzeichnen, berechnet sich die Steuereinbehaltung nach dem Quellensteuerbeleg im W-4-Formular. Das kann zwar eine neue Steuerklasse bedeuten, ändert aber nicht die Besteuerungsart des Bonus selbst.
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Warum ist Zusatzvergütung wichtig?
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Zusätzliche Löhne helfen Unternehmen, Mitarbeitende zu gewinnen, zu halten und zu belohnen, ohne ausschließlich auf Grundgehalt und Gehaltserhöhungen angewiesen zu sein.
Eines der sinnvollsten Dinge, die Unternehmen tun können, ist Zusatzvergütung offen mit dem Team zu besprechen. Auch wenn Mitarbeitende diese Informationen im Vertrag haben, sind Gespräche wichtig, um sicherzustellen, dass sie verstehen, wie Zusatzeinkommen bei euch funktioniert.
Startet diese Diskussionen über eine Mitarbeiterbefragung oder bei 1:1-Meetings zwischen Manager:innen und Mitarbeitenden.
💡 Ihr fragt euch, wie ihr auf Umfrageergebnisse reagiert? Lest unseren Leitfaden zum Aktionsplan für Umfrageergebnisse.
Was gilt als Zusatzvergütung?
Zusatzlöhne können viele Formen annehmen. Es liegt an der Führungsebene und dem Vergütungsplanungsteam, das passende Zusatzvergütungsmodell zu gestalten.
Laut IRS gelten in den USA folgende Formen als Zusatzvergütung:
Überstundenvergütung
Überstundenvergütung ist Lohn, den Mitarbeitende für Arbeit über eine 40-Stunden-Woche hinaus erhalten. Das gilt besonders für Stundenlöhner:innen. Gemäß dem Fair Labor Standards Act (FLSA) müssen US-Arbeitgeber 1,5-fachen Lohn für jede Überstunde zahlen.
Aufgelaufener Krankenstand
Unternehmen, die bezahlten Krankenurlaub anbieten, können nicht genutzten Krankenstand als Zusatzlohn auszahlen. Der Family Medical Leave Act (FMLA) verlangt das auf Bundesebene nicht. Ob und wie ausgezahlt wird, hängt von Unternehmens- und Landesgesetzen ab.
Abfindung
Bei Kündigung können Mitarbeitende Anspruch auf Abfindung haben, wenn dies im Arbeitsvertrag vereinbart wurde — und abhängig von lokalen Gesetzen. Unternehmen zahlen Abfindungen oft, um den Austritt zu erleichtern und Konflikte zu vermeiden. Sie können als Einmalzahlung oder in Raten ausgezahlt werden.
Rückwirkende Gehaltserhöhungen
Eine rückwirkende Gehaltserhöhung gleicht die Differenz zwischen erhaltenem und geschuldetem Lohn einer vergangenen Periode aus. Das passiert zum Beispiel, wenn eine Gehaltsanpassung am Ende einer Abrechnungsperiode beschlossen wird und sich erst im nächsten Gehaltsscheck niederschlägt.
Boni
Boni sind Zusätzliche Lohnzahlungen als Anreiz oder Leistungsbelohnung. Sie sind häufig Teil der Bindungsstrategie. Gängige Arten: Signing-Bonus, Empfehlungsbonus, Retention-Bonus. Manche Unternehmen zahlen Boni in bar, andere als Aktienoptionen.
Eigenkapitalvergütung
Eigenkapitalvergütung (in Form von Aktienoptionen) ist eine beliebte Zusätzvergütungsstrategie für neue und wachsende Unternehmen — besonders dort, wo die Basisvergütung noch nicht kompetitiv ist. Aktienoptionen zahlen sich manchmal aus — aber nicht immer.
Wenn ihr wissen wollt, wie euer Team die aktuellen Gehaltsstrukturen und Zusätzvergütungspakete bewertet, ist der eNPS eine einfache und wirkungsvolle Messgröße.
Was gilt nicht als Zusatzvergütung?
Stipendien, Urlaubsgeld und bezahlter Urlaub (PTO) gelten nicht als Zusatzeinkommen. Für sie gilt dieselbe Einkommensteuer wie für regulären Lohn.
- Stipendien: Feste Geldbeträge für bestimmte Zwecke wie Reisen, Kinderbetreuung oder Umzugskosten. Sie gelten nicht als Zusatzvergütung, weil sie nicht als Gegenleistung für Arbeit gezahlt werden.
- Urlaubsgeld: Gilt technisch gesehen als Teil des regulären Einkommens, auch wenn es während der Abwesenheit ausgezahlt wird.
- PTO: Bezahlte Freizeit für Krankheitstage und persönliche Tage gehört zum primären Einkommen und ist damit kein Zusatzlohn.
Variable Vergütung wie Boni oder Anreizgehälter gilt dagegen als Zusatzeinkommen, weil sie leistungs- oder zielabhängig gewährt wird.
💡 Gehaltsbewertungen auf Basis von Leistungsergebnissen sind völlig legitim.
Vergütungsgespräche im Performance Review sind eine gute Gelegenheit, Zusatzvergütungsangebote mit dem Team zu besprechen.
Mitarbeitende mit Leapsome belohnen und vergüten

Wenn ihr reguläre und Zusatzlöhne anbietet, seid ihr bereits auf dem richtigen Weg. Ihr zeigt, dass faire Vergütung gemäß eurer Vergütungsphilosophie und Unternehmenswerte ernst genommen wird.
Ein regelmäßiger Vergütungs-Review-Prozess gibt Mitarbeitenden Sicherheit und gibt ihnen ein Ziel zum Arbeiten. Mit Leapsome Vergütung könnt ihr Gehaltsbenchmarking mit Mercer-Daten implementieren, um eure Vergütung wettbewerbsfähig und an Branchenstandards ausgerichtet zu halten.
Stellt sicher, dass ihr Tools habt, die euch bei der Nachverfolgung von Vergütungsgesprächen helfen und zeigen, wie sich Teammitglieder fühlen. Mit Leapsome könnt ihr beides auf einer Plattform.
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