Was ist das Ziel der Mitarbeitervergütung? 6 Schlüsselziele

Vergütung bleibt eines der wirkungsvollsten Mittel, um zufriedene Mitarbeitende zu gewinnen, zu motivieren, zu belohnen und langfristig zu binden. Allerdings hat sie sich im Laufe der Jahre verändert, um mit den sich wandelnden Bedürfnissen und Anspruchseiner der Mitarbeitenden Schritt zu halten. Unternehmen, die in der neuen Arbeitswelt anpassungsfähig bleiben wollen, müssen verstehen, wie sich die Ziele der Vergütung und die Erwartungen der Mitarbeitenden daran entwickeln.*
Wir betrachten sechs wichtige Vergütungsziele, damit Unternehmens- und HR-Verantwortliche verstehen, welche Rolle Vergütung bei der Schaffung eines produktiveren, verantwortungsbewussteren und zukunftsorientierten Arbeitsumfelds spielt. Wir zeigen auch, wie Unternehmen Vergütungspakete entwickeln können, die ihren Werten entsprechen.
*Forbes, 2022
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6 Vergütungsziele
Jede Organisation verfolgt unterschiedliche Ziele mit ihrem Ansatz zum Vergütungsmanagement. Doch jede HR-Fachkraft wird bestätigen: Unabhängig von euren konkreten Vergütungszielen gilt: Kommuniziert sie, erklärt sie klar und haltet sie aktuell. Nur so verstehen eure Mitarbeitenden, wie sie mit den Unternehmenszielen und -werten zusammenhängen.
1. Mitarbeitende binden und belohnen
Ein umfassender Vergütungsplan geht über wettbewerbsfähige Gehälter hinaus, auch wenn das ebenfalls entscheidend ist. Er sollte erklären, wie euer direktes Vergütungsmodell (Gehalt, Boni, Equity) mit euren Geschäftszielen zusammenhängt, und den Zusammenhang zwischen Mitarbeiterentwicklungs-Frameworks und euren gehaltsstände-basierten Strukturen aufzeigen. Mitarbeitende verstehen dann, dass ihre Vergütung und ihre Karriere nicht statisch sind und dass sie für gute Leistungen belohnt werden.
Wenn Unternehmen ihren Fokus auf die Bindung von Mitarbeitenden legen und die Kosten für Neueinstellungen in Zeiten von wirtschaftlichen Abschwung oder Inflation vermeiden wollen, werden Gehaltsanpassungen und Boni zur wichtigen Ressource für mehr Arbeitszufriedenheit und Talentbindung.
Auf direkte Vergütung allein müsst ihr euch dabei nicht verlassen. Nicht-finanzielle Benefits wie flexible Arbeitszeiten, großzügige PTO und personalisierte Lernmodule helfen euch, das Budget einzuhalten und die Motivation zu erhalten.
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2. Leistung motivieren
Für Unternehmen, die in unsicheren Zeiten weiter wachsen wollen, ist es nicht immer möglich, das Grundgehalt für alle zu erhöhen. Dennoch sollten Unternehmen die Inflation und ihre Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten immer im Blick behalten.
Manche Unternehmen nutzen finanzielle Anreize wie variable Vergütung, Boni und Gehaltsanpassungen, um Mitarbeitende zur Maximierung ihrer Einzel- oder Teamleistung zu motivieren. Gartner-Daten aus 2022 zeigen, dass als Reaktion auf die Inflation 51 % der CEOs und CFOs planen, Gehälter für Top-Performer anzuheben, während 28 % dies für alle Mitarbeitenden planen.
Die Entscheidung, Gehälter nur für Leistungsträger anzuheben, bedeutet nicht, dass unternehmensweite Erhöhungen langfristig ausgeschlossen sind. Aber es bedeutet, dass Unternehmen möglicherweise die Marktentwicklung abwarten, bevor sie größere, dauerhafte Veränderungen vornehmen.
3. Top-Talente gewinnen
Wachstumsorientierte Unternehmen wissen: Ein solides Gesamtvergütungspaket ist ein starkes Differenzierungsmerkmal im Recruiting. Neben attraktiven Gehältern für gefragte Fähigkeiten können ganzheitliche Benefits wie Studiengebühr-Erstattung und Kinderbetreuungszuschüsse einen großen Beitrag zur Gewinnung und Bindung von Top-Talenten leisten.
Doch was tut ihr, wenn andere Unternehmen ähnlich starke Vergütungspakete haben?
Laut einem aktuellen Morgan-Stanley-Bericht ist Equity-Vergütung, also Bezahlung in Unternehmensanteilen, ein weiterer wirksamer Ansatz für die Talentgewinnung. Sie wird immer beliebter, weil sie Mitarbeitende am Unternehmenserfolg beteiligt. Anders als Gehalt geht Equity beim Verlassen des Unternehmens nicht zwingend verloren, sofern der Vesting-Zeitraum erfüllt wurde.
4. Euer Engagement für DEI-Initiativen zeigen
Ein wertegesteuertes Unternehmen mit echtem Engagement für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) kann es sich nicht leisten, die Rolle des Vergütungsmanagements bei der Schaffung eines psychologisch sicheren und inklusiven Arbeitsplatzes zu übersehen. Diskussionen über Vergütung sollten immer beinhalten, wie eure Organisation mit Entgeltgerechtigkeit umgeht, also gleichem Lohn für dieselbe Tätigkeit bei gleicher Erfahrung und Leistung.
Auch wenn sich das Gefälle langsam schließt, sind Vergütungslücken für Frauen und unterrepräsentierte Gruppen weiterhin vorhanden. Unternehmen, die Teil einer positiven Veränderung sein wollen, müssen entscheiden, wie sie sich an diesem Diskurs beteiligen.
⭐ Tipp: Wollt ihr wissen, ob eure DEI-Initiativen wirklich Wirkung zeigen? Der Employee Net Promoter Score (eNPS) gibt euch Einblicke, wie Teammitglieder über das Arbeiten bei euch denken und ob sie euer Unternehmen weiterempfehlen würden. 🚀
5. ROI analysieren und steigern
Denkt darüber nach, wie ihr den Return on Investment (ROI) eures Vergütungsansatzes analysiert und messt. So könnt ihr seinen Erfolg verfolgen und erkennen, wo ihr die beste Rendite erzielt.
Wenn ihr ein ganzheitliches Vergütungspaket anbietet, müsst ihr wissen, wie sich jedes Element, vom Gehalt über variable Vergütung bis zu Gesundheitsleistungen, auf die Leistung auswirkt und zur Mitarbeiterbindung beiträgt.
Eine der besten Möglichkeiten, den ROI zu messen: Mitarbeitende in Umfragen befragen. Eure Umfrageergebnisse können detaillierte Vergütungs-Insights liefern, die sich aus Kennzahlen wie dem Annual Recurring Revenue oder der Mitarbeiterfluktuation allein nicht ableiten lassen.
6. Den Ruf eures Unternehmens stärken
Mitarbeitende, die fair bezahlt werden, äußern sich in der Regel positiver über ihre Arbeitgeberinnen. Im Zeitalter digitaler Netzwerke, in dem Führungskräfte und Mitarbeitende Gehaltsinformationen leicht recherchieren und Wissen austauschen können, sollten Unternehmen sicherstellen, dass ihre Vergütungspläne einer Prüfung standhalten.
„Neben der Gewinnung, Motivation, Belohnung und Bindung von Top-Talenten ist einer der oft übersehenen Vorteile der Mitarbeitervergütung der Schub, den sie eurer Marke im Bereich Employee Experience gibt.
Wenn ihr euch um eure Mitarbeitenden kümmert, erhaltet ihr nicht nur deren Dankbarkeit, sondern festigt auch euren Ruf als menschenzentrierte Organisation. [...] Mundpropaganda verbreitet sich schnell, und Unternehmen, die für ihre fürsorge bekannt sind, ziehen in der Regel die besten Talente an.“
Daniel Cook, Head of Business Development und HR Consultant bei Mullen & Mullen Law Firm
Warum sollte HR die Ziele der Vergütung kennen?
HR und People Ops sind dafür zuständig, ein menschenzentriertes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dabei ist das Verständnis der Vergütungsziele zentral.
Wer nicht versteht, wie Vergütung die Arbeitsplatzkultur beeinflusst, kann die richtige Kultur nicht aufbauen. Da Unternehmensleistung und Wachstum im Aufgabenbereich von HR und People Ops liegen, ist es wichtig zu überlegen, wie ein durchdachter Vergütungsplan das Unternehmenswachstum fördert.
Das bedeutet nicht, dass HR und Führung immer alles richtig machen. Aber es ist wichtig, sich kontinuierlich zu verbessern und Transparenz bei der Vergütung anzustreben. Das wird immer kritischer, je stärker Gen Z in die Belegschaft einrückt.

So stellt ihr sicher, dass ihr eure Vergütungsziele erreicht
Euer Führungsteam, eure HR-Abteilung und vielleicht auch eine zertifizierte Vergütungsexpertin haben gemeinsam eine Vergütungsphilosophie und ein Vergütungssystem entwickelt. Eine Hürde ist genommen. Jetzt müsst ihr sicherstellen, dass ihr eure Vergütungsziele auch erreicht. So geht's:
- Kommuniziert euren Vergütungsplan an die Mitarbeitenden: Informiert das Team über eure Vergütungsphilosophie, wie ihr Vergütungspläne entwickelt, wie oft ihr sie überprüft und wie ihr Feedback dazu einholt.
- Holt Feedback von Mitarbeitenden ein: So wie ihr Umfragen nutzt, um das Mitarbeiterengagement zu messen, könnt ihr sie auch einsetzen, um zu erfahren, wie das Team euer Vergütungspaket wahrnimmt.
- Reviewt euer Vergütungspaket regelmäßig: Führt regelmäßige Vergütungsanalysen durch, um sicherzustellen, dass eure Pakete mit Markt- und Branchenstandards Schritt halten.
- Führt ein- bis zweimal jährlich eine Wettbewerbsanalyse durch: Seht, wie euer Vergütungsplan im Vergleich zu Mitbewerbern abschneidet, damit ihr mit eurer Branche mithalten könnt.
- Nutzt Vergütungsmanagement-Software, um den gesamten Prozess zu automatisieren! Leapsomes Vergütungsmanagement-Tool liefert euren HR- und People-Ops-Teams die Daten und Funktionen, die sie für den Aufbau und die Skalierung des Vergütungsmanagements benötigen.
Euer Vergütungsmanagement mit Leapsome verbessern
Vergütung kann so viel für euer Unternehmen leisten. Talente zu gewinnen, zu binden, zu belohnen und zu motivieren ist nur der Anfang. Die richtige Vergütungsstrategie hilft euch, ein nachhaltiges, psychologisch sicheres Arbeitsumfeld aufzubauen, das auf Transparenz basiert und euren Ruf in der Branche stärkt.
Mit Leapsomes Vergütungsmanagement-Tool müsst ihr nichts mehr manuell verwalten. Ihr könnt den gesamten Vergütungsplanungsprozess von Anfang bis Ende optimieren.
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