Gehaltserhöhung | Definition und Leitfaden für faire Verhandlungen

Konsistente, faire und optimierte Beförderungs- und Vergütungsprozesse wirken sich direkt auf das Engagement eurer Mitarbeitenden und die Fluktuationsrate aus.
Wenn sich Mitarbeitende nicht wohlfühlen, ein angemessenes Gehalt anzusprechen, suchen sie sich eher einen neuen Arbeitgeber. Job-Hopper verzeichneten Anfang 2022 ein jährliches Vergütungswachstum von 8,7%* gegenüber Mitarbeitenden, die in ihrer Stelle blieben.
In diesem Artikel erfahrt ihr:
- Was eine Gehaltserhöhung ist
- Wie ihr Gehaltserhöhungen berechnet
- Wie ihr Gehaltserhöhungen fair mit euren Mitarbeitenden verhandelt
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Leapsome hilft euch, Vertrauen aufzubauen und faire, konsistente Vergütungsprozesse zu etablieren.
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*CNBC Make It, 2022
Was ist eine Gehaltserhöhung?
Eine Gehaltserhöhung ist ein prozentualer Anstieg des Jahresgehalts einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters. Dieser Prozentsatz dient als Orientierung bei Gehaltsverhandlungen und hilft Unternehmen, Erhöhungen fairer und konsistenter zu gestalten.
Ein einheitliches Gehaltserhöhungssystem macht den Vergütungsprozess skalierbarer. Eine jährliche Erhöhung von 3% für alle ist deutlich einfacher umzusetzen als sporadische Einzelerhöhungen in unterschiedlicher Höhe.
Gehaltserhöhung berechnen
Um eine Gehaltserhöhung zu berechnen, braucht ihr den gewünschten Prozentsatz und das aktuelle Gehalt der Person.
Nutzt diese Formel:
Neues Jahresgehalt = (Grundgehalt x Dezimalwert der Erhöhung) + Grundgehalt
Beispiel: 15% Erhöhung auf 30.000 US-Dollar:
1. Dezimalwert von 15%: 0,15
2. Bisheriges Gehalt: 30.000 US-Dollar
3. 30.000 x 0,15 = 4.500 US-Dollar
30.000 + 4.500 = neues Jahresgehalt: 34.500 US-Dollar

Gehaltserhöhungen mit Mitarbeitenden verhandeln
Vertrauen aufzubauen und Vergütungsprozesse proaktiv zu gestalten, braucht Zeit und Vorbereitung. Hier sind fünf Schritte, die euch dabei helfen.
1. Behaltet Mitarbeitende im Blick, die bald für eine Erhöhung in Frage kommen
Mitarbeitende sollten nicht immer die Initiative ergreifen müssen. Unternehmen sollten Gespräche über Gehaltsentwicklung proaktiv anstoßen.
Wer frühzeitig erkennt, wer eine Erhöhung verdient, kann fair reagieren, bevor jemand von selbst das Gespräch sucht.
Das gelingt zum Beispiel durch:
- Eine nachhaltige Feedbackkultur: Kontinuierliches Feedback hilft Führungskräften, Engagement und Leistung im Blick zu behalten.
- Performance Reviews auswerten: Gut gemachte Performance Reviews liefern wertvolle Einblicke zu Kompetenzprofilen, Zielerreichung und Leistungsveränderungen. Nutzt diese Daten für die Vergütungsplanung.
- Den Employee Net Promoter Score messen: Ein niedriger eNPS kann auf unzureichende Vergütung hinweisen. Der nächste Schritt hilft, mehr Klarheit zu gewinnen.
- Engagement-Umfragen und Pulse Surveys durchführen: Diese helfen euch, die Erfahrungen eurer Mitarbeitenden zu verstehen und gezielt zu handeln.
2. Nehmt euch bewusst Zeit für das Gespräch
Schafft einen dedizierten Raum für das Gespräch über die vorgeschlagene Erhöhung. Das zeigt, dass ihr die Person ernst nehmt.
Karrieresgespräche und 1:1-Meetings eignen sich ideal dafür. Der Sinn von 1:1-Meetings ist genau das: Raum für offenen Austausch, Hindernisse identifizieren und Herausforderungen gemeinsam angehen.
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3. Hört aktiv zu
Mitarbeitende kommen meist gut vorbereitet: mit Marktdaten, Review-Ergebnissen, Leistungsnachweisen und einer Liste von Aufgaben, die sie zusätzlich übernommen haben.
Bedankt euch für die Zeit, die sie sich genommen haben, und macht deutlich, dass ihr offen für das Gespräch seid. Hört aufmerksam zu und stellt gezielte Fragen dazu, welchen Mehrwert sie einbringen.
4. Führt ein offenes Gespräch auf Augenhöhe
Gut geführte 1:1s stärken die Arbeitsbeziehung und geben Mitarbeitenden das Gefühl, gehört zu werden. Nutzt diesen Rahmen für einen gleichberechtigten Austausch.
Während Mitarbeitende ihre Erfolge und Entwicklungsbereiche teilen, könnt ihr eure Perspektive einbringen und nach ihren Zielen fragen.
Gute Einstiegsfragen:
- „Was sind eure beruflichen Ziele?“ Gibt Aufschluss über mittel- und langfristige Ambitionen.
- „Wo seht ihr euch in einem Jahr?“ Hilft euch, einen personalisierten Entwicklungspfad zu gestalten.
- „Was erwartet ihr von einer möglichen Gehaltserhöhung?“ Realistische Erwartungen auf beiden Seiten verhindern Überraschungen.
- „Was sind die Gründe für den Wunsch nach einer Erhöhung?“ Gibt es ein konkurrierendes Angebot? Ohne die Gründe zu kennen, riskiert ihr unnötige Konflikte.
5. Kommt zu einer gemeinsamen Vereinbarung
Nutzt alles, was ihr im Gespräch erfahren habt, um eine Einigung zu finden, die fair ist und zur Vergütungsstrategie eures Unternehmens passt. Ein guter Vergütungsplan berücksichtigt Marktbenchmarks, Benefits und Budgets.
Wenn keine Einigung möglich ist, sind klare nächste Schritte entscheidend.
Erklärt die Gründe eurer Entscheidung und zeigt auf, was Mitarbeitende konkret tun können, um eine Erhöhung zu ermöglichen. Sie sollten das Gespräch mit einer klaren Vorstellung davon verlassen, was als Nächstes kommt.
Erstellt einen personalisierten Entwicklungsplan und setzt Leistungs- und Entwicklungsziele, die handlungsorientiert, zeitlich begrenzt, erreichbar und messbar sind.

Mehr zu Gehalt und Vergütung
Skalierbare Prozesse, die faire Vergütung ermöglichen, steigern Engagement, Produktivität und Bindung. Viele Unternehmen tun sich jedoch schwer, konsistente Vergütungsstrategien zu entwickeln.
Deshalb haben wir in diesem Artikel fünf Tipps zusammengestellt, die euch helfen, Gehaltserhöhungen professionell zu handhaben und eine starke Employee Experience zu fördern. Bleibt offen in der Kommunikation und betrachtet Gehaltsverhandlungen als Gelegenheit für Zusammenarbeit und Vertrauensaufbau.
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Häufige Fragen zu Gehaltserhöhungen
Sind Boni dasselbe wie Gehaltserhöhungen?
Nein. Boni und Gehaltserhöhungen sind unterschiedliche Instrumente. Ein Bonus wird einmalig gewährt, zum Beispiel zur Mitarbeiterbindung oder für außergewöhnliche Leistungen.
Eine Gehaltserhöhung dagegen ist eine dauerhafte Steigerung des Grundgehalts.
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