Leadership-Reviews: der HR-Leitfaden für faire, wirksame Bewertungen

TL;DR:
Was eine gute Führungskraft ausmacht, darüber lässt sich streiten – dass starke Führung über den Unternehmenserfolg entscheidet, nicht. Manager:innen erklären 70 % der Schwankungen im Mitarbeiterengagement. Genau deshalb gehören Leadership-Reviews zu jeder durchdachten HR- und Business-Strategie. Mit dem richtigen Prozess messt und entwickelt ihr Führungs- und Coaching-Kompetenzen gezielt – und genau die braucht es, um euer Unternehmen in einem dynamischen Markt voranzubringen.

Was ist eine Leadership-Bewertung?

Eine Leadership-Bewertung ist ein Verfahren, mit dem Unternehmen besser verstehen, wie ihre Manager:innen, Abteilungsleitungen und Führungskräfte tatsächlich performen. Gleichzeitig zeigt sie, ob die laufenden Leadership-Programme die gewünschte Wirkung bei Führungskräften erzielen, die ihre Skills ausbauen und im Unternehmen weiterkommen wollen.

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Warum sind Leadership-Reviews wichtig?

Effektive Führung hat einen enormen Einfluss auf den Unternehmenserfolg – das lässt sich kaum überschätzen. Kein Wunder also, dass viele Unternehmen erheblich in die Weiterentwicklung ihrer Führungskräfte investieren. Der Markt für Leadership-Development soll laut Prognosen bis 2027 um 21,81 Mrd. US-Dollar wachsen.

Heutige Leadership-Development-Expert:innen helfen Führungskräften vor allem dabei, ihrer Geschäftsführung den „Wirkungsnachweis“ klarer zu kommunizieren. „Leadership-Development-Profis erkennen die Zeichen der Zeit“, schreibt LEADx-CEO Kevin Kruse in einem Forbes-Artikel. „Wer den eigenen Wert nicht belegen kann, verliert noch mehr Budget und Ressourcen. Das war immer schon so – aber 2023 ist es durch das härtere wirtschaftliche Umfeld zur Realität geworden.“

Daraus folgt die Frage: Welche konkreten Vorteile bringen euch gut gemachte Leadership-Reviews? Laut Kevin Kruse zahlt eine solide Strategie auf Folgendes ein:

  • Höheres Mitarbeiterengagement
  • Bessere Mitarbeiterbindung und weniger Fluktuation
  • Effektivere Manager:innen
  • Mehr Leistung und Produktivität

Führungskräfte zu finden und zu entwickeln ist allerdings keine Kleinigkeit – ein Gallup-Bericht zeigt, dass Unternehmen in 82 % der Fälle nicht das richtige Führungstalent auswählen.

Warum? Vermutlich, weil jede:r ein anderes Bild davon hat, was eine starke Führungskraft ausmacht. Hinzu kommt: Unternehmen setzen unterschiedliche Führungsstile in den Vordergrund. Laut dem International Institute for Management Development gibt es fünf zentrale Führungsstile – autoritär, partizipativ, delegativ, transaktional und transformational. Das macht deutlich, wie weitreichend die Folgen sein können, wenn ein Unternehmen keine klare Führungsphilosophie hat.

Genau deshalb braucht es einen klaren Bewertungsprozess für Führung: Er schafft abteilungsübergreifend Ausrichtung und hilft euch, gezielt die Leadership-Skills aufzubauen, die für euer Unternehmen am sinnvollsten sind.

Wichtig zu wissen: Leadership-Reviews unterscheiden sich von Reviews einzelner Mitarbeitender. Führungskräfte sind oft eher daran gewöhnt, Feedback zu geben als zu bekommen. Sie könnten dem Prozess skeptisch gegenüberstehen, wenn sie das Gefühl haben, unter Beobachtung zu stehen. Macht in einer Kultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, klar: Performance-Reviews sind ein Lern- und Entwicklungsinstrument – für Führungskräfte genauso wie für Mitarbeitende.

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Wann Sie dieses Playbook verwenden sollten

Für wen dieses Playbook ist

Dieses Playbook richtet sich an HR- und People-Ops-Verantwortliche, die Führungskompetenzen evaluieren wollen – sei es im Rahmen eines umfassenden 360°-Reviews, eines Halbjahres-Reviews oder als eigenständiges Format. Auch andere Stakeholder, die an Leistungsbeurteilungen für Führungskräfte beteiligt sind, finden hier Orientierung. In manchen Unternehmen ist zum Beispiel der Vorstand für die Bewertung der Geschäftsleitung zuständig.

Für einzelne Mitarbeitende ist das Playbook ebenfalls hilfreich: Es zeigt, wie Führungs-Skills bewertet werden – und worauf ihr achten solltet, wenn ihr selbst eine Führungsrolle anstrebt.

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Was Sie für dieses Playbook benötigen

Was ihr für dieses Playbook braucht

Eine klare Definition von Führungserfolg

Ihr braucht ein klares Bild davon, welche Eigenschaften Führungskräfte mitbringen müssen, um in eurem Unternehmen erfolgreich zu sein.

Führungskräfte werden meist daran gemessen, wie sie sich auf das Unternehmenswachstum und auf das Team auswirken. Unternehmenskultur entsteht von oben – das Verhalten einer Führungskraft prägt die Ausrichtung der gesamten Organisation.

Eine Kultur des wachstumsorientierten Performance-Managements

Viele Unternehmen verfolgen heute einen wachstumsorientierten Ansatz im Performance-Management. Organisationen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, nutzen Reviews, um konstruktives Feedback zu geben, Lernfelder zu identifizieren und Mitarbeitende mit Führungspotenzial zu erkennen.

Hints & tips

Hinweise & Tipps
  • Bleibt bei den Erwartungen an Führung realistisch: „Bei der Geschäftsstrategie geht es nicht nur um ehrgeizige Ziele“, schreiben die Kommunikationsexperten Jeremie Kubicek und Steve Cockram in einem Artikel für Fast Company. „Es geht darum, Ambition mit der Realität vor Ort zu verbinden. Hohe Ziele sind lobenswert, aber das Fundament muss stark genug sein, um sie zu tragen. Dieses Gleichgewicht schützt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, optimiert die Produktivität und stärkt das Vertrauen aller Stakeholder.“
  • Unterschätzt keine Soft Skills wie emotionale Intelligenz: „Emotionale Intelligenz wird in moderner Führung und im Organisationsumfeld immer wichtiger“, sagt Kevin Kruse. „Führungskräfte, die ihre eigenen Emotionen verstehen und steuern können, fördern positive Teamdynamiken, erleichtern Zusammenarbeit und navigieren komplexe zwischenmenschliche Beziehungen besser.“
  • Macht Bewertungen passend für unterschiedliche Rollen und Ebenen: Leadership-Bewertungen sehen je nach Bereich eines Unternehmens unterschiedlich aus. Während Geschäftsführungen viel Zeit auf Strategie verwenden, priorisieren Manager:innen auf mittlerer Ebene meist Kommunikation und Teamführung. Bietet in eurem Unternehmen verschiedene Wachstumspfade an, um unterschiedlichen Skill-Sets gerecht zu werden. Eine Softwareentwicklerin kann sich zum Beispiel zwischen einer Senior-Developer-Rolle (mit fortgeschrittenen Entwicklungs-Skills) und einer Team-Lead-Rolle (mit Führungs-Skills) entscheiden.
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Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich ein Leadership-Review von einem Performance-Review für Mitarbeitende?

Einzelne Mitarbeitende werden vor allem daran gemessen, wie gut sie ihre täglichen Ziele erreichen. Sie liefern Qualität, integrieren Feedback, halten Deadlines ein und tragen zu den Unternehmenszielen bei.

Leadership-Reviews fokussieren stärker auf Soft Skills: Mitarbeitende befähigen und coachen, Ziele setzen. Manager:innen müssen ihrem Team Richtung geben und als verlässliche Anlaufstelle für Unterstützung da sein.

Da Führungskräfte mehr Autonomie haben, wird oft erwartet, dass sie Empfehlungen aus dem Review eigenständig umsetzen. Junior-Mitarbeitende brauchen für ihre Entwicklung dagegen meist mehr aktive Begleitung.

An welchen Indikatoren erkennt ihr Führungspotenzial?

Achtet bei der Auswahl künftiger Führungskräfte auf:

  • Konstant hohe Bewertungen in Performance-Reviews
  • Positives Peer-Feedback und eine kollaborative Haltung
  • Eigeninitiative, frische Ideen und die Fähigkeit, andere zu inspirieren
  • Nachweisbares Engagement für die eigene berufliche Entwicklung
  • Eine Kombination aus Soft und Hard Skills. Führungskandidat:innen sollten ihr Fachgebiet beherrschen – und gleichzeitig Lust haben, ihr Wissen zu teilen.

Wie verhindert ihr Bias in Leadership-Reviews?

Es ist wichtig, Bias in Leadership-Reviews zu vermeiden. Mitarbeitende erwarten – und verdienen – ein faires, vorurteilsfreies Umfeld; wahrgenommener Bias senkt das Mitarbeiterengagement und kann eine Diskriminierung darstellen.

Mit einem Tool wie Leapsome standardisiert ihr Performance-Reviews und stellt sicher, dass der Prozess fair bleibt. Außerdem könnt ihr klare Kennzahlen und Ziele für Führungskräfte und einzelne Mitarbeitende definieren – über ein Kompetenzmodell.

Euer Leapsome Deep-dive

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