Skip-Level-Meetings: Umsetzung, Aufbau und Tipps

Auch in Organisationen mit starker interner Kommunikation entstehen oft Lücken zwischen Senior Leadership und einzelnen Mitarbeitenden. Führungskräfte konzentrieren sich naturgemäß auf strategische Prioritäten und haben selten Einblick in den Alltag der Teams. HR-Verantwortliche können hier eine entscheidende Rolle spielen.
Eine Initiative, die sich lohnt: das Skip-Level-Meeting. In diesen Gesprächen sprechen Mitarbeitende offen mit Führungskräften jenseits ihrer direkten Vorgesetzten und liefern Feedback, mit dem das Unternehmen besser wird und Führungskräfte wachsen können. Eine LinkedIn-Studie zeigt: 69 % der US-Berufstätigen würden bei einem „schlechten Manager“ den Job hinwerfen. Skip-Level-Meetings können deshalb ein zentraler Baustein eurer Retention-Strategie sein.*
Wir schauen uns die Vorteile an, teilen einen fünfstufigen Umsetzungsleitfaden und geben praktische Tipps.
🤝 Holt das Beste aus Skip-Level-Meetings heraus
Plant Skip-Level-Meetings, erstellt Agenden im Handumdrehen und nutzt AI, um Notizen zu erfassen und zusammenzufassen.
⚡ Leapsome Meetings entdecken
*LinkedIn News, 2024
Was sind Skip-Level-Meetings und warum funktionieren sie?
Ein Skip-Level-Meeting ist ein Gespräch zwischen einem Mitarbeitenden und der Führungskraft seiner oder ihrer direkten Führungskraft, ohne dass diese mit dabei ist (sie wird also „übersprungen“). Das schafft eine seltene Gelegenheit für Mitarbeitende oder Manager, direkt mit Senior Leaders ins Gespräch zu kommen.
Die wichtigsten Vorteile:
- Teammitglieder können Anliegen und Ziele direkt mit der Führungsebene besprechen
- Raum für ehrliches Mitarbeiterfeedback
- Hierarchische Kommunikationslücken werden überbrückt
- Unterstützt die Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften
- Führungskräfte bekommen Einblick in den Alltag
- Stärkt Stimmung, Wohlbefinden und Loyalität, weil sich Teams gehört fühlen
In einem aktuellen Forbes-Artikel sagt Susan Bortone, CEO und Gründerin der Noble Talent Group, über Skip-Level-Meetings: „Sie führen oft zu mehr Engagement, weil Mitarbeitende das Gefühl haben, eine Verbindung zum oberen Management zu haben. [Sie geben] dem oberen Management Einblicke ins Tagesgeschäft, die auf Managementebene sonst verlorengehen.“
Trotz ihrer Stärken werden Skip-Level-Meetings noch zu selten eingesetzt, vermutlich wegen voller Kalender. Viele Führungskräfte sind ohnehin in mindestens 12 Meetings pro Woche.
So führt ihr Skip-Level-Meetings in eurer Organisation ein
Ob ihr Skip-Level-Meetings neu einführt oder einen bestehenden Prozess verbessern wollt, dieser Fünf-Schritte-Leitfaden hilft euch dabei.

1. Den Zweck definieren und den Nutzen kommunizieren
Ein klar definierter Zweck hilft allen, zu verstehen, warum Skip-Level-Meetings wichtig sind und wem sie nützen. Macht den Mehrwert greifbar: vom Aufbau einer stärkeren Unternehmenskultur über mehr konstruktives Feedback und Transparenz bis zur Möglichkeit für Manager, stärkende Führung zu üben.
Teilt Lernmaterialien zu den Zielen von Skip-Level-Meetings oder organisiert eine Q&A-Session.
2. Klare Leitlinien und Erwartungen setzen
Wenn Skip-Level-Meetings in eurem Unternehmen neu sind, macht von Anfang an klar: Das sind keine Leistungsbeurteilungen. Es geht um neue Einsichten, offene Kommunikation, Innovation und eine bessere Employee Experience auf allen Ebenen.
Standardisiert das Format. Definiert, wer teilnimmt (etwa Mitarbeitende und die Vorgesetzten ihrer Führungskräfte, oder Manager und die Manager ihrer Vorgesetzten), wie oft die Meetings stattfinden und welche Themen behandelt werden können.
Senior Leaders profitieren oft von einem Training, das ihnen zeigt, wie produktive Skip-Level-Meetings laufen. Stellt ihnen Vorlagen zur Verfügung oder erstellt mit Leapsome Learning eigene Lerninhalte zum Thema.
3. Mit einer kleinen Gruppe pilotieren
Sobald die Planung steht, ist die Versuchung groß, Skip-Level-Meetings sofort unternehmensweit auszurollen. Aber: Ein Pilot mit kleinen Gruppen deckt typische Stolpersteine wie Unklarheiten oder logistische Probleme früh auf.
Bittet einige Teammitglieder, an einer Skip-Level-„Beta“ teilzunehmen, um Format und Agenda zu testen. Sammelt Eindrücke und verbessert iterativ. Das zeigt Mitarbeitenden, dass ihr einen Prozess baut, der für alle funktioniert. Frühe Erfolge schaffen Vertrauen, und das erhöht die Bereitschaft, sich beim Roll-out engagiert einzubringen.
4. Ein Feedback- und Action-Tracking-System aufbauen

Der wahre Wert von Skip-Level-Meetings liegt im Feedback und in dem, was Führungskräfte damit machen. Mit den richtigen Tools erfasst ihr Erkenntnisse einfach und sortiert sie nach Themen, etwa Prozessfragen, Kommunikationslücken oder spezifische Kulturthemen.
Mit Leapsome Meetings erstellt und teilt ihr eine eigene Skip-Level-Vorlage, fasst Feedback nach Thema zusammen und seht, welche Punkte tatsächlich umgesetzt werden. Wenn Mitarbeitende diesen Prozess sehen, wissen sie: Ihre Stimmen werden gehört und haben Wirkung.
5. Wirksamkeit messen und kontinuierlich anpassen
Ein Pilot bringt frühe Probleme ans Licht, aber beim Roll-out tauchen neue Herausforderungen auf. Bleibt offen für Feedback und entwickelt den Prozess Schritt für Schritt weiter.
Wirksamkeit zu messen und transparent zu teilen, stärkt das Buy-in und das Engagement der Teilnehmenden. Wenn ihr Daten analysiert und die daraus folgenden Maßnahmen nachverfolgt, könnt ihr zeigen, wie Skip-Level-Meetings echte Veränderung bewirken und eine starke Kultur des Wachstums und Feedbacks entstehen lassen.
So strukturiert ihr die Agenda eines Skip-Level-Meetings
Eine vorbereitete Struktur sorgt für Konsistenz im Team, hält das Gespräch auf Kurs und stellt sicher, dass die wichtigsten Punkte abgedeckt werden, ohne die Energie zu verlieren. Was am besten passt, hängt von eurer Organisation ab. Hier ein Ausgangspunkt:
- Eis brechen und den Zweck wiederholen
Startet mit einem kurzen, informellen Austausch, um die Person abzuholen, und macht den Zweck des Gesprächs sowie die geplanten Themen klar.
- Offene Fragen stellen
Offene Fragen führen zu differenzierteren Antworten und bringen Perspektiven hervor, die ihr sonst nicht gesehen hättet. Etwa: „Was funktioniert deiner Meinung nach gut?“ oder „Was macht dir an deiner Rolle am meisten Spaß?“
- Gezielte Fragen zur Führungskraft
Skip-Level-Meetings sollten sich nicht nur um die direkte Führungskraft drehen, aber es lohnt sich, danach zu fragen. Zum Beispiel: „Was macht deine Führungskraft gut?“ und „Wie könnte sie dich besser unterstützen?“
- Team und Organisation ansprechen
Hört, wie die Person das eigene Team und das Unternehmen erlebt. Fragt etwa: „Was bremst dein Team aktuell?“ oder „Auf welche Unternehmensziele freust du dich am meisten?“
- Raum für Fragen der Mitarbeitenden
Denkt daran: Skip-Level-Meetings sind Dialoge. Schafft eine offene, psychologisch sichere Atmosphäre, in der eigene Fragen willkommen sind. Wenn keine kommen, ladet aktiv dazu ein.
- Abschluss und nächste Schritte
Bedankt euch für Zeit und Einsichten und sagt, was als Nächstes passiert. Etwa: Wie ihr mit dem Feedback umgehen werdet oder ob es eine Zusammenfassung gibt.
💪 Bringt euer Skip-Level-Format auf das nächste Level
Erstellt klare Agenden vor jedem Meeting und baut eigene Vorlagen für Senior Leaders.
👀 Leapsome Meetings live erleben
Tipps für Führungskräfte bei Skip-Level-Meetings
Gezielte, offene Fragen stellen
Vermeidet vage Fragen wie „Wie läuft's?“. Bereitet stattdessen eine Liste offener Fragen zu euren Schwerpunkten vor. Etwa: „Was funktioniert in eurem Team gut?“, „Wo entstehen Engpässe in euren Prozessen?“ oder „Was würde die unternehmensweite Kommunikation verbessern?“
Ihr sucht eine neue Perspektive auf diese Themen, ergänzend zur Sicht der direkten Führungskraft.
Mehr zuhören als reden
Ein Skip-Level-Meeting ist nicht dazu da, Entscheidungen zu rechtfertigen. Euer Ziel ist aktives Zuhören: Versteht die Perspektive der Person, identifiziert Verbesserungsfelder und baut Vertrauen auf. Wie Hans Vranken, CEO von AXA Korea, formuliert: „Diese Begegnungen sind mehr als Wissensaustausch. Sie sind Brücken aus Vertrauen, Offenheit und gemeinsamem Wachstum, im Geist eines inklusiven Arbeitsplatzes.“
Mit der direkten Führungskraft abstimmen
Damit kein Eindruck von Hintenherum entsteht und die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden nicht leidet: Informiert die direkte Führungskraft, wenn ihr ein Skip-Level-Meeting plant.
Management-Coach Cecilia Gorman empfiehlt: „Teilt die Fragen, die ihr möglicherweise stellen werdet, und fragt, ob die Führungskraft Ideen oder Input hat, bevor ihr mit dem Team sprecht. Sagt zu, dass ihr Feedback weitergebt, mit dem sie als Führungskraft stärker werden kann.“
Stellt außerdem klar: Skip-Level-Meetings gehören zu einer breiteren Initiative und sind keine isolierten Check-ins über die Performance einzelner Führungskräfte oder spezifischer Themen.
Kein verstecktes Performance-Review der Führungskraft
Skip-Level-Meetings drehen sich nicht in erster Linie um die Leistung einer einzelnen Führungskraft. Fokussiert auf die Gesamtperspektive der Mitarbeitenden, auf bessere Unterstützung und auf Verbesserungsfelder, die sie sehen.
Wenn Probleme mit der Führungskraft genannt werden, gebt Raum, hört unvoreingenommen zu und behandelt das Feedback separat zu einem späteren Zeitpunkt.
Loop schließen und nachfassen
Schickt nach dem Meeting eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte oder nutzt ein AI-gestütztes Tool wie Leapsome Meetings. Wenn die Person konkretes Feedback gegeben oder Themen aufgebracht hat, teilt mit, was ihr getan habt oder tun werdet.
Auf Vorschläge zu reagieren, nützt nicht nur der Einzelperson, sondern auch dem Business. Eine Salesforce-Studie zeigt: Mitarbeitende, die sich am Arbeitsplatz gehört fühlen, sind 4,6-mal eher bereit, ihre beste Leistung zu zeigen.
Tipps für Mitarbeitende bei Skip-Level-Meetings
Mit konkreten Diskussionspunkten kommen
Macht euch vor dem Meeting Notizen: Was funktioniert gut, was lässt sich verbessern? Wenn ihr Feedback zu Prozessen, Initiativen oder Herausforderungen geben wollt, bringt konkrete Beispiele mit und seid bereit, Lösungsansätze zu skizzieren.
Ehrlich, aber professionell
Skip-Level-Meetings sind eine Gelegenheit für transparentes Feedback. Sie sind aber kein Performance Review der direkten Führungskraft. Stellt sicher, dass eure Perspektiven ausgewogen und respektvoll sind. Positives Feedback weiterzugeben, ist genauso wertvoll wie konstruktive Kritik.
Fokus auf das, was Führungskräfte beeinflussen können
Skip-Level-Meetings geben euch Gehör, aber auch Senior Leaders haben Grenzen. Nutzt sie für „Big Picture“-Feedback und konzentriert euch auf Bereiche, in denen Veränderung möglich und sinnvoll ist: Unternehmenskultur, Prozesse, interne Kommunikation und Team- und Unternehmensziele.
💡 „In Unternehmen mit viel Veränderung helfen Skip-Level-Meetings Führungskräften, die Menschen in der Organisation besser kennenzulernen. Das macht es leichter, bei Veränderungen die richtigen Menschen mit den richtigen Rollen zu verbinden.“
– Daria Rudnik, Executive Coach und Beraterin
Bleibt im Modus „neugierig“
Kommt mit offener, neugieriger Haltung ins Meeting. Stellt durchdachte Fragen und hört zu, was die Senior Leader teilen. Vielleicht entdeckt ihr Anregungen für eure eigene Entwicklung oder findet Wege, eure Ziele mit denen der Organisation zu verbinden.
Sinnvolle Skip-Level-Meetings mit Leapsome führen

Skip-Level-Meetings bringen Senior Leaders auf den Boden zurück, zeigen die Realität des Tagesgeschäfts und lassen Mitarbeitende ihre Perspektive teilen. Sie tragen messbar zu einer besseren Arbeitswelt bei.
Trotz dieses Mehrwerts halten Zeit und Ressourcen viele Organisationen davon ab. Die richtigen Tools machen die Umsetzung einfach.
Leapsome Meetings deckt alles ab, von individuellen Vorlagen über AI-gestützte Insights bis zur einfachen Nachverfolgung von Aufgaben und Action Items. Das minimiert den Verwaltungsaufwand für Teilnehmende und macht Skip-Level-Meetings genauso produktiv wie effizient.
Wenn Organisation also euer Hindernis ist: Upgradet euren Tech-Stack mit Leapsome. Ihr werdet es nicht bereuen.
🧠 Eure Skip-Level-Meetings, smarter denn je
Hebt eure Skip-Level-Meetings auf ein neues Niveau und nutzt AI, um aus Notizen wertvolle Insights zu ziehen. So treiben Führungskräfte echte Veränderung.
👉 Demo buchen
Sind Sie bereit, Ihre Strategie zur Mitarbeiterförderung zu verbessern?
your People operations?
Informieren Sie sich über unsere Leistungsbeurteilungen, Ziele und OKRs, Engagement-Umfragen, Onboarding und mehr.
.webp)
.webp)
Fordern Sie noch heute eine Demo an



.png)











