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Was ist eine Trainingsmatrix? Die Strategie hinter der Kompetenzentwicklung

Was ist eine Trainingsmatrix? Die Strategie hinter der Kompetenzentwicklung
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Informelle Schulungen und spontaner Wissensaustausch reichen vielleicht aus, um euer Unternehmen ins Rollen zu bringen. Solche Ansätze aus der Anfangsphase halten aber nicht mit, wenn euer Unternehmen wächst. Dabei steht mehr auf dem Spiel als nur die operative Effizienz: Laut LinkedIns Workplace Learning Report 2025 sorgen sich 88% der Unternehmen um die Mitarbeiterbindung. Lernangebote waren unter den Befragten die wichtigste Maßnahme zur Bindung von Mitarbeitenden.* Wege zu finden, den Kompetenzaufbau zugänglicher zu machen, trägt enorm zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei.

Die Trainingsmatrix ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge, um diese Entwicklungsherausforderungen in einem wachsenden Team anzugehen. Behandelt ihr sie als lebendiges Dokument statt als starre Referenz, weist euch eure Trainingsmatrix zuverlässig den besten Weg zur Verbesserung. In diesem Leitfaden zeigen wir, was eine Trainingsmatrix ist und wie HR-Verantwortliche damit ihren Lernprogrammen mehr Struktur geben. 

* LinkedIn, 2025

Was ist eine Trainingsmatrix?

Eine Trainingsmatrix ist ein Werkzeug, mit dem HR-Verantwortliche auf strukturierte Weise Kompetenzlücken erkennen und Entwicklungsprioritäten für verschiedene Rollen festlegen. Solche Frameworks geben einen Überblick darüber, wer welche Zertifizierungen und Schulungen abgeschlossen hat, und zeigen mit Daten, wo es bei der Kompetenzentwicklung hakt.

Mit einem solchen zentralen System können HR-Teams die Kompetenzentwicklung gezielter gestalten und die aktuellen Fähigkeiten im Unternehmen regelmäßig mit dem tatsächlichen Bedarf abgleichen. Gerade wachsende Unternehmen profitieren von Trainingsmatrizen, weil sie nachhalten, welche Zertifizierungen aus rechtlichen Gründen nötig sind und wer die passenden Kompetenzen für eine Beförderung mitbringt.

Skills-Matrix vs. Trainingsmatrix

Eine Skills-Matrix erfasst die Kompetenzen der Mitarbeitenden über eine Reihe von Fähigkeiten hinweg und unterstützt so die Entwicklung am Arbeitsplatz. Sie bewertet jedoch nur den aktuellen Kompetenzstand eures Teams. Eine Trainingsmatrix denkt weiter. Sie hilft euch, neue Anforderungen zu erkennen und Pläne für die kontinuierliche Weiterentwicklung aufzusetzen, die eurem Team wirklich weiterhelfen. HR-Verantwortliche können außerdem vergangene Lernmaßnahmen nachverfolgen und sehen, was hängen geblieben ist und was im Lernmodul liegen blieb.

Eine Trainingsmatrix erstellen: ein Leitfaden in fünf Schritten

„Setzt auf Entwicklung statt auf reines Wachstum. Schritt für Schritt, nicht im großen Sprung. Investiert kontinuierlich und entwickelt Menschen entlang ihrer Stärken, damit sie bessere Leistung bringen.“ 
— Steve Browne, Chief People Officer bei LaRosa’s, Inc.

In nur fünf Schritten baut ihr eine wirkungsvolle Trainingsmatrix auf, die Teams ausgerichtet und leistungsfähig hält.

1. Rollen und Schlüsselkompetenzen bestimmen

Beginnt damit, die Rollen festzulegen, die ihr in eure Trainingsmatrix aufnehmen wollt. Konzentriert euch dabei auf bestehende Cluster von Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Haltet diese Kategorien bewusst breit, damit eure Trainingsmatrix flexibel bleibt und sich mit eurem Team verändert. Wer zu stark in einzelne Rollen aufteilt, verliert schnell das große Ganze aus dem Blick und schafft eine unübersichtliche Matrix oder eine zu komplexe Sammlung von Dokumenten.

Notiert für jede Rolle fünf bis zehn Kernkompetenzen, die für den Erfolg nötig sind. Dazu gehört eine Mischung aus rollenspezifischen Fachkompetenzen (was diese Mitarbeitenden tun), funktionalen Kompetenzen für die tägliche Arbeit (wie sie es tun) und Soft Skills wie Kommunikation und Zeitmanagement.

2. Kompetenzstufen definieren

Schafft eine gemeinsame Sprache mit einheitlichen Bezeichnungen für jede Stufe, etwa „Einsteiger“, „Mittel“ und „Fortgeschritten“, und ordnet jeder Stufe konkrete Fähigkeiten zu. Wenn ihr diese Stufen vorab definiert, bleiben Bewertungen objektiv und umsetzbar.

3. Mitarbeitende einordnen

Sobald ihr die Mitarbeitenden in die Matrix eingetragen habt, zieht mehrere Datenquellen heran, um den Kompetenzstand jeder Person einzuschätzen. Greift auf Selbsteinschätzungen, Bewertungen durch Führungskräfte und Performance Reviews sowie auf Einschätzungen aus dem HR-Team zurück, um ein rundes Bild zu bekommen. Mehrere Quellen in dieser Phase helfen euch, die Stärken und den Unterstützungsbedarf jeder und jedes Mitarbeitenden umfassend zu erfassen.

4. Lücken erkennen

Achtet auf risikoreiche Bereiche oder problematische Muster im Team, etwa unterrepräsentierte Kompetenzen oder geschäftskritische Aufgaben, die zu stark von wenigen Fachleuten abhängen. Wenn ihr diese Lücken erkennt, geht zuerst die Unterschiede an, die sich unmittelbar auf die Leistung auswirken, und jene, die langfristige Unternehmensziele gefährden. Startet mit einer kurzen Liste, um euch nicht zu überfordern und sicherzustellen, dass das neue Wissen hängen bleibt.

5. Schulungen zuweisen

„Mentoring und Job-Shadowing bedeuten, Zeit zu nehmen und Wissen weiterzugeben. Microlearning, bei dem Menschen zusammenkommen und sich auf eine Kompetenz konzentrieren … und das Teilen von Gelerntem, damit niemand das Rad neu erfinden muss.“ 
— Stephanie Shuler, Chief People Officer bei LifeLabs Learnings

Sobald ihr die Kompetenzlücken ausgewählt habt, die ihr schließen wollt, erstellt einen konkreten Plan mit klaren Aufgaben, um diese Kompetenzen aufzubauen. Ob ihr auf Workshops, Mentoring oder Zertifizierungsprogramme setzt: Ziel ist es, klare, konkrete Schritte zu schaffen, die zu euren Unternehmenszielen und zur optimalen Karriereentwicklung der Mitarbeitenden passen.

Mit Leapsome wird dieser Prozess einfacher, dank Werkzeugen wie unserem Kompetenzmodell und Zielen. Als All-in-one-HR-Plattform stützt sich unsere Software für Trainingsmatrix und Kompetenzentwicklung auf mehrere zentrale Datenquellen (darunter Performance Reviews, Feedback und Unternehmensziele), um die Leistung jeder und jedes Mitarbeitenden präzise abzubilden.

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Leapsomes Kompetenzmodell definiert Kompetenzen über Rollen hinweg und verknüpft sie mit Feedback und Geschäftsprioritäten.

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Beispiel und Vorlage für eine Trainingsmatrix

Aus Sicht der Führung schaffen Trainingsmatrizen einen gemeinsamen, objektiven Bezugspunkt, um die Leistung von Mitarbeitenden in verschiedenen Phasen zu bewerten. Die folgende Beispielvorlage für eine Trainingsmatrix hilft euch besser zu verstehen, wie HR dieses Werkzeug nutzt, um Erwartungen für verschiedene Rollen zu setzen und für Konsistenz im Unternehmen zu sorgen.

Beispiel für eine Trainingsmatrix

Kompetenzen, erforderliche Niveaus und Schulungsstatus nach Rolle

Rolle Kompetenz Erforderliches Niveau Erforderliche Schulung Status
Vertriebs-
mitarbeitende
CRM-Nutzung Mittel CRM-Onboarding-Kurs Abgeschlossen
Produktwissen Fortgeschritten Produktschulung In Bearbeitung
Software-
Engineer
Coding-Standards Fortgeschritten Leitfaden für Engineering Best Practices Abgeschlossen
System-Design Mittel Schulung zu System-Design Nicht begonnen
HR-
Spezialist:in
Mitarbeiterbeziehungen Fortgeschritten HR-Compliance-Schulung Abgeschlossen
HR-Softwaresysteme Mittel Schulung zur HR-Plattform In Bearbeitung

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Wie beeinflusst eine Trainingsmatrix eure operative Leistung?

Auf den ersten Blick sind Trainingsmatrizen Werkzeuge, um abgeschlossene Qualifikationen nachzuhalten. Ihr strategischer Wert reicht aber deutlich weiter. Laut SHRM sehen 76% der Mitarbeitenden Mentoring, ein wertvolles Lernwerkzeug, als entscheidend für ihre Karriereentwicklung. Die Informationen, die ihr in einer Trainingsmatrix sammelt und aktualisiert, helfen euch also, konsistentere Personalentscheidungen zu treffen, die Mitarbeiterengagement und Mitarbeiterbindung verbessern.

Hier sind einige Bereiche im Unternehmen, die eine gut gestaltete Trainingsmatrix stärken kann.

Performance Reviews

In Performance Reviews helfen Trainingsmatrizen Führungskräften, Erwartungen zu setzen und faire Fragen zu stellen. Statt sich auf vage Eindrücke oder voreingenommene Sichtweisen zu verlassen, haben Führungskräfte objektive Bewertungskriterien zur Hand und können die Stärken und Kompetenzlücken einer mitarbeitenden Person objektiver einschätzen.

Statt zum Beispiel zu sagen „Alice macht ihre Sache gut“, zeigen die Daten aus einer Trainingsmatrix Alices Führungskraft, dass sie bei der CRM-Nutzung aktuell auf mittlerem Niveau ist, was für ihre Rolle erwartet wird, und dass sie an der Kundenkommunikation arbeiten sollte. Mit diesen Informationen lässt sich leichter ein Entwicklungsplan gestalten, der Alices Situation präzise widerspiegelt.

Entwicklungspläne

Das Erkennen von Kompetenzlücken hilft Learning-Verantwortlichen außerdem, Entwicklungsprogramme zu planen. Sie können gezielte Lernmaßnahmen ansteuern, statt mühsam ein Thema zusammenzustellen, das die breiten Ziele aller abdeckt. 

Statt nur „Führungskompetenzen verbessern“ kann eine Trainingsmatrix zum Beispiel zeigen, dass die eigentliche Herausforderung im Vertriebsteam darin liegt, bei Präsentationen souverän vor Publikum zu sprechen. Die Learning-Verantwortlichen könnten dann einen wöchentlichen, einstündigen Call einrichten, in dem die Teammitglieder das Präsentieren üben und Kundensituationen durchspielen, sodass alle gemeinsam an ihren Kompetenzen feilen.

Zur Unterstützung eurer Lernmaßnahmen bringt Leapsome Learning die besten Seiten eines LMS in euer HRIS und euer Talentmanagement. Ihr könnt Kurse erstellen und automatisieren, behaltet so die volle Kontrolle über eure Lernstrategien und verknüpft diese Programme automatisch mit den Kompetenzen der Mitarbeitenden und mit Performance Reviews, um zu sehen, was funktioniert hat.

Leapsomes Learning-Dashboard mit dem laufenden Kurs „Soft Skills“ einer Person und Fortschrittsangaben in Prozent für die einzelnen Abschnitte.
Leapsomes LMS hilft HR-Verantwortlichen, Kompetenzentwicklung zu einem messbaren Teil der Wachstumsstrategie zu machen.

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Karriereentwicklung

„Führungsbereitschaft sollte nicht erst nach der Beförderung beginnen. Sie sollte Teil des Wegs dorthin sein.“ 
Melanie Naranjo, VP of People bei Ethena

Eine wirkungsvolle Trainingsmatrix macht Beförderungsentscheidungen fairer, weil sie die nötigen Kompetenzen für jede Rolle klar auflistet. So sehen Mitarbeitende besser, was sie für den nächsten Schritt brauchen, und Führungskräfte können anhand eines einheitlichen Modells einschätzen, wer bereit ist.

Personalplanung

Teamweite Lücken in Matrizen können große HR-Strategien beeinflussen, etwa worauf ihr bei neuen Talenten achtet und in welche Schulungen ihr investiert. Statt zum Beispiel sofort mehr Leute im Kundensupport einzustellen, um die Bearbeitungszeit zu verkürzen, könnte eine Trainingsmatrix zeigen, dass 70% des Teams kein tiefes Produktwissen haben, sodass Tickets liegen bleiben, während das Team nach einer Antwort recherchiert. Mit dieser Information ist es vermutlich sinnvoller, auf gezielte Schulungen zu setzen, statt mehr Mitarbeitende einzustellen.

Trainingsmatrix-Management mit Leapsome vereinfachen

Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Pflege einer Trainingsmatrix eine gute Möglichkeit, den Anforderungen eures wachsenden Unternehmens gerecht zu werden. Sie kann allerdings schnell unübersichtlich werden, wenn ihr neue Talente einstellt und Teams aufbaut. Ohne eine direkte Verbindung zu den aktuellsten Performance Reviews und relevanten Mitarbeiterprofilen verliert dieses Werkzeug schnell an Relevanz.

Eine skalierbare HR-Plattform wie Leapsome bündelt eure Daten und hilft euch, aus veralteten Tabellen ein klares Dokument zu machen, das die aktuelle Leistung des Teams widerspiegelt. Leapsome Learning hilft euch, Analytics zu verstehen und euren Teams die besten Karriere-Roadmaps zu geben. Diese geordneten Daten helfen euch, schneller fundiertere Entscheidungen zu treffen, von denen die Entwicklung aller profitiert.

„Ein großer Teil unserer People-Arbeit läuft über Leapsome. Wir haben dort viele Berührungspunkte für Führungskräfte, etwa Pulsbefragungen, mit denen Führungskräfte einen guten Überblick über die Stimmung und das Wohlbefinden ihres Teams bekommen. Außerdem haben wir einen jährlichen Talent-Assessment-Zyklus mit Performance Reviews und Gesprächen zur Karriereentwicklung, die wir über Leapsome nachhalten. Führungskräfte bereiten diese Meetings über die Meetings-Funktion vor, setzen Entwicklungsziele und verfolgen sie über das Quartal hinweg. Zusätzlich verfolgen wir Unternehmensziele über Leapsome.“  — Eva Gallee, Senior People Business Partner bei ProGlove

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FAQ

Wo finde ich eine Vorlage für eine Trainingsmatrix?

Online findet ihr Vorlagen für Trainingsmatrizen, die mit Tabellenprogrammen wie Excel verknüpft sind. Passt diese Vorlagen an die Schulungs- und Compliance-Anforderungen eures Teams an und ladet sie an einem zentralen Ort hoch (zum Beispiel im Mitarbeiterprofil in Leapsome), um die individuelle Leistung nachzuhalten.

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